Katholische Säuglingsheime bis 1977

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    • Hallo,

      den Bericht kenne ich. Auch ich war die ersten 4 Jahre meines Lebens in einem Säuglingsheim (München Löhehaus). Ich wurde mit 30 J. an der Hüfte operiert, da ich ein längeres und ein kürzeres Bein hatte und natürlich eine "krumme Wirbelsäule". Dass das vom langen Topfsitzen kommen könnte, ist mir neu.
      Mir sagte man, dass ein Beckenschiefstand hald damals, als ich noch ein Säugling war, einfach nicht beachtet wurde. Heute gehört dies zur Vorsorgeuntersuchung, da das auch heute noch vorkommt und nicht nur bei Kindern, die lange auf dem Topf sitzen.

      Tja, würde mich interessieren, woher das bei mir kam, vom Topf oder einfach eine "ganz normale Fehlstellung des Beckens"...
    • Hallo Lost.
      Bei mir in der Familie hatte ich jemanden(sie war nie im Heim). mit dem gleichen Problem,aber bei ihr ist es auch damals nicht beachtet worden.Auch kann ich mir sehr wohl vorstellen,wenn man ein Kind wer weiss wie lange auf dem Top sitzen lässt,und das auf Dauer das es auch davon kommen könnte.Aber egal wie es nun war,es ist schlimm genug.Ich hoffe das bei dir alles soweit in Ordnung gebracht werden konnte,so das du ein einigermaßen "normales" Leben führen kannst.
      Lg Gudrun
      Ich bin übrigens nicht perfekt und arbeite auch nicht daran.
      https://www.webwiki.de/heimkinderinsel.eu
    • Hallo Gudrun,

      schön wäre es ;) Jetzt ist das Bein, das zuvor zu lang war kürzer als das andere - nicht wirklich viel, aber soviel, daß ich einen Ausgleich tragen sollte ...

      Schönes Wochenende!

      Viele Grüße
      "Lost"
    • Dieser Beitrag hat mich zutiefst erschüttert,ich bin fassungslos.
      Ich musste daran denken,wie man vor einigen Jahren,von den Kinderheimen in Rumänien berichtete und wie entsetzt Deutschland war,was da mit den Kindern passierte. Dann muss man sehen,dass es hier nicht anders geschehen ist. Wie pervertiert sind diese Menschen, die den Kindern das angetan haben und ebenso die Gesellschaft,die das geduldet hat und auch heute noch macht.

      Was diese Topfbank betrifft,es wurde nach der Wende publik,dass es in der ehemaligen DDR Usus war, die Kleinen in den Kinderkrippen auch stundenlang auf so einer abartigen Topfbank zu "setzen",so lange bis sie etwas gemacht haben und wir dachten unsere Kinder sind gut untergebracht. Da wird mir auch im nachhinein noch übel.
    • Erschreckend kann ich nur sagen wenn ich die Bilder sehe! Ich bleibe dabei das katholische Einrichtungen die schlimmsten waren. Mit 4-5 Jahren war ich zur "Verschickung" wie es so schön hieß in Braunlage/Harz in einem Kindererholungsheim. Für ein Stadtkind wie mich eigentlich eine tolle sache wenn es da nicht das Bettnässen gegeben hätte. Vor dem Einschlafen schon die Angst zu haben es könnte in der Nacht wieder passieren ohne es verhindern zu können. Und es passierte wieder. Ich wachte auf und schlich mich mit dem nassen Bettlaken in den Waschraum um die Spuren zu beseitigen. Es half alles nichts denn die Schwestern kontrollierten nach dem Aufstehen die Betten und es kam immer wieder heraus. Was habe ich mich geschämt. Statt Trost wurde nicht nur ich sinnbildlich an den Pranger gestellt. Heute weiß ich dass eine psychische Störung das Bettnässen auslöste. Anfang meiner Schulzeit mussten meine Schwester und ich wegen eines Krankenhausaufenthaltes unserer Mutter für 2 Wochen in ein kath. Waisenhaus. Auch da nur negative Erfahrungen durch schlechte Behandlung der Schwestern gesammelt. Als Krönung empfand ich die 2 J. in einem kath. Internat in dem ich den sexuellen
      Missbrauch an Kindern miterlebt habe. Nun habe ich mich wieder so in das Thema gesteigert dass ich abbrechen muss um wieder runterzukommen um nicht unsachlich zu werden. Ich vermisse weiter ein Schuldeingeständnis und eine Entschuldigung der Kirche! Beides müsste von ganz oben (Papst) kommen!

      (Dieser Beitrag passt auch in den anderen Thread von Christel) :winken:
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