Warst du auch in Münster, im Kinderheim Vincenz?

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    • Vinzenzwerk feiert Jubiläum: Blick in die Vergangenheit

      HANDORF 2012 wird das „Vinzenzwerk Handorf“ 100 Jahre alt. Das Sozial- und Heilpädagogische Heim für Kinder ab zweieinhalb Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene will das runde Jubiläum mit verschiedenen Angeboten und Aktivitäten über das Jahr verteilt feiern.


      „In erster Linie wollen wir das Jubiläumsjahr dazu nutzen, den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, diesen Geburtstag mit uns zu feiern“, sagte Heimleiterin Schwester Mechtild Knüwer. Daher seien vor Beginn der Planungen zunächst die Heimbewohner und die Mitarbeiter nach ihren Wünschen befragt worden.

      Chronik

      Eines der Jubiläumsprojekte ist Erstellung einer Chronik des Vinzenzwerks durch eine Historikerin. Sie will auch die Ereignisse aus dem Jahr 2010 aufnehmen, als das Vinzenzwerk durch sechs Jahrzehnte zurückliegende Missbrauchs-fälle ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten war (wir berichteten). Zudem soll ein Bildband zum Thema „100 Jahre Vinzenzwerk Handorf“ herausgegeben werden.

      Geplant ist auch eine Wanderung auf dem Jakobsweg von Osnabrück nach Münster sowie eine Fachveranstaltung zum Thema „Stationäre Jugendhilfe in der Zukunft“. Weiterhin wird es ein Projekt mit der Kunstakademie Münster unter dem Motto „Bunter Vogel“ geben, bei dem die Kinder und Jugendlichen Vögel anfertigen und dann in Münster ausstellen.

      Filmprojekt

      Ein Projekt liegt dem Vinzenzwerk-Vorsitzenden Peter Frings besonders am Herzen: Dabei handelt es sich um ein Filmprojekt mit dem Arbeitstitel „Leben im Vinzenzwerk“. Das Filmprojekt bietet den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, selbstständig das Leben in der Einrichtung zu dokumentieren. Dabei werden sie von einer externen Person begleitet. Die Mitarbeiter bleiben laut Frings „vollständig außen vor“. Der fertige Film soll im Cineplex uraufgeführt werden. Angedacht sind außerdem ein Disk-Golf-Turnier und der Besuch eines Heimspiels des SC Preußen Münster.


      Termine im Jubiläumsjahr:
      › Am 12. April besichtigen zwei Kindergruppen die Feuerwache Münster.
      › Im Mai steht eine Fahrt zum Landtag in Düsseldorf mit Josef Rickfelder sowie anschließender Rheinfahrt auf dem Programm.
      › Am 9. Juni bietet das Vinzenzwerk in Kooperation mit dem TSV Handorf eine Mannschaftssportveranstaltung an.
      › Am 23. Juni feiert das Vinzenzwerk ein großes öffentliches Sommerfest.
      › Höhepunkt soll die für den 21. August geplante Fahrt ins Disneyland in Paris werden.
      › Zum Abschluss soll es am 20. Oktober ein Konzert mit der Band „Starlight Excess“ im Haus Münsterland geben.

      Von Christiane Schräder


      muensterlandzeitung.de/lokales…angenheit;art2597,1394524

      MuensterscheZeitung.de


      Internetseiten des Vinzenzwerk Handorf e.V.
      vinzenzwerk-handorf.de/
    • Archiv: Alles zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche

      MÜNSTER Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hat im Februar 2010 Münster erschüttert. Zwei Hiltruper Missionare hatten vor ihrer Zeit in Münster Kinder sexuell missbraucht. In Folge seines Geständnisses meldeten sich weiter Opfer sexueller Übergriffe und anderer Misshandlungen. Alle Artikel in der Übersicht.


      gefunden auf "MuensterscheZeitung.de":
    • 24.8.2010
      Missbrauch: Langes Warten auf klare Worte
      muensterschezeitung.de/lokales…lare-Worte;art993,1009458


      29.3.2010
      Bischof bittet Gott um Vergebung
      muensterschezeitung.de/lokales…m-Vergebung;art993,862572


      25.3.2010
      Erneut Priester in Verdacht - Genn entbindet Beschuldigten vom Dienst
      muensterschezeitung.de/lokales…-vom-Dienst;art993,859065


      23.3.2010
      Orden tief erschüttert über Missbrauch
      muensterschezeitung.de/lokales…-Missbrauch;art993,856486


      15.3.2010
      65 Jahre danach - Leid für ein ganzes Leben
      muensterschezeitung.de/lokales…anzes-Leben;art993,849128

      14.3.2010
      Pfarrer Klaus Evers von St. Benedikt vom Dienst entpflichtet
      muensterschezeitung.de/lokales…ntpflichtet;art993,847453


      9.3.2010
      Diözesan-Laienvertretung lobt Aufklärungsarbeit der Kirche
      muensterschezeitung.de/lokales…-der-Kirche;art993,842272


      8.3.2010
      Missbrauchs-Pater als Seelsorger im Münsterland
      muensterschezeitung.de/lokales…ensterland;art2597,841062


      6.3.2010
      Erzieherin: Misshandlungen passieren überall
      muensterschezeitung.de/lokales…h-ueberall;art2597,841058


      Kommentar
      Präzedenzfall(e): Die schwierige Rolle des Vinzenzwerks
      muensterschezeitung.de/lokales…nzenzwerks;art2597,837961


      Dokumentation
      Strafordnung des Vinzenzwerks Handorf von 1910
      muensterschezeitung.de/lokales…rf-von-1910;art993,837812


      4.3.2010
      Live-Ticker: 'Misshandlungen nicht zu rechtfertigen'
      muensterschezeitung.de/lokales…chtfertigen;art993,837301


      4.3.2010
      Attacken treffen Unschuldige
      muensterschezeitung.de/lokales…nschuldige;art2597,837963


      4.3.2010
      Strafordnung des Vinzenzwerk Handorf von 1910
      muensterschezeitung.de/lokales…rf-von-1910;art993,837812


      3.3.2010
      Eine Hilfskraft von einst erzählt - 'Ich litt mit den Jungs'
      muensterschezeitung.de/lokales…t-den-Jungs;art993,836710


      1.3.2010
      Neue Vorwürfe - Misshandlungen waren gang und gäbe
      muensterschezeitung.de/lokales…g-und-gaebe;art993,834517


      1.3.2010
      Früheres Heimkind beschuldigt Priester und Schwestern
      muensterschezeitung.de/lokales…-Schwestern;art993,833086


      1.3.2010
      Die Scham der anderen - Hunderte Akten zur Freigabe
      muensterschezeitung.de/lokales…er-anderen;art2597,833158


      28.2.2010
      Pfarrer ruft Clemens-Gemeinde auf, zur Vergebung bereit zu sein
      muensterschezeitung.de/lokales…eit-zu-sein;art993,832953


      28.2.2010
      Bischof Genn erschüttert und zutiefst beschämt
      muensterschezeitung.de/lokales…t-beschaemt;art993,832669


      26.2.2010
      Jetzt spricht ein Opfer des Paters
      muensterschezeitung.de/lokales…-des-Paters;art993,831665


      26.2.2010
      Bistum ruft auf - Opfer sollen sich melden
      muensterschezeitung.de/lokales…sich-melden;art993,830484


      26.2.2010
      Vorfälle erfüllen die Bischöfe mit Scham und Schmerz
      muensterschezeitung.de/lokales…und-Schmerz;art993,831213


      25.2.2010
      Die Stellungnahme der Hiltruper Kirchengemeinde
      muensterschezeitung.de/lokales…hengemeinde;art993,829909


      24.2.2010
      Pater gesteht sexuellen Missbrauch an Schülern
      muensterschezeitung.de/lokales…n-Schuelern;art993,828315


      24.2.2010
      Das berichtet die Saarbrücker Zeitung über den Fall
      muensterschezeitung.de/_/tools…%252C3202235&lbx_id=29388


      24.2.2010
      Theologin aus Münster warnt vorm Vertuschen
      muensterschezeitung.de/lokales…-Vertuschen;art993,828763


      23.2.2010
      Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch Hiltruper Missionar
      muensterschezeitung.de/lokales…r-Missionar;art993,827806
    • Missbrauch: Bistum: Opfer sollen sich melden

      MÜNSTER Das Bistum Münster hat einen Beauftragten für mögliche weitere Missbrauchsfälle rund um den Hiltruper Pater Welberg benannt. Opfer sollen sich beim Bistum melden.Von Jörg Gierse, Burkhard Beintken und Stefan Bergmann

      Die Vorfälle erfüllten die Bischöfe mit Scham und Schmerz, heißt es in einer Mitteilung des Bistums. Mögliche Missbrauchsopfer sollen sich beim Beauftragten des Bistums, Dr. Hermann Kahler, melden. Dieser ist unter Telefon 0251-495 60 30 zu erreichen.


      Skandal weitet sich aus

      Der Missbrauchsskandal um die Hiltruper Missionare weitet sich aus. Donnerstag gab ein weiterer Pater des Ordens zu, sich sexuell an Schülern vergangen zu haben. Zudem wurde bekannt, dass der bereits geständige Hiltruper Pater Hans-Georg Welberg 1986 wegen seiner Taten am Homburger Gymnasium Johanneum nach Münster versetzt wurde

      Nach Angaben des Ordensoberen der Hiltruper Missionare, Pater Werner Gahlen, hatte Welberg ihm das erst Anfang dieser Woche gestanden, als er ihn mit den Vorwürfen eines ehemaligen Schülers konfrontiert habe. Gahlen war seit 1982 selbst Schulleiter des Johanneums gewesen.

      Ihm seien damals aber andere Gründe für die Notwendigkeit einer Versetzung genannt worden, betonte er im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung in Homburg, wo er sich auch Donnerstag noch aufhielt.


      Missbrauch "offenes Geheimnis"

      Pater Welberg hatte von 1973 an 13 Jahre lang unter anderem als Sportlehrer am Johanneum unterrichtet, das damals von den Hiltruper Missionaren betrieben wurde. Ein anderer ehemaliger Schüler des Gymnasiums berichtete dieser Redaktion, sexuelle Übergriffe von Patern des Ordens seien zu seiner Schulzeit in den 70er- und 80er Jahren in zahlreichen Fällen vorgekommen. Das sei „ein offenes Geheimnis“ gewesen. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat inzwischen Vorermittlungen gegen Welberg aufgenommen.

      Ein weiterer Pater der Missionare hatte gestern gestanden, vor 20 Jahren Schüler des angeschlossenen Internats sexuell missbraucht zu haben. Der heute 73-Jährige, der nach wie vor im Raum Homburg lebt, habe sich den kirchlichen Behörden im Bistum Speyer gestellt und „umfangreich ausgesagt“, bestätigte Gahlen. Der Ordensbruder war offenbar nicht in Münster tätig gewesen.


      Hintergründe blieben geheim

      Ehemalige Schüler, die sich jetzt in Homburg zu Wort meldeten, erklärten, mehrere Betroffene hätten die sexuellen Übergriffe von Pater Welberg im Sommer 1986 dem damaligen Leiter des angeschlossenen Internats, Pater Hans Ollertz, gemeldet. Der habe sofort reagiert und Welberg nach Münster versetzen lassen. Von den wahren Hintergründen sei damals aber nichts an die Öffentlichkeit gedrungen.

      „Es war kein schwerer Fall“, sagte Ollertz am Donnerstag dazu der MZ. Ihm sei damals mitgeteilt worden: „Welberg hat getrunken und Kinder gestreichelt.“ Er habe unmittelbar die Konsequenzen gezogen. Auf Nachfrage bekräftigte Ollertz: „Soweit ich mich erinnere, habe ich dem Provinzial des Ordens damals beide Gründe für die Versetzung mitgeteilt.“


      Bistum: Wir hatten keine Kenntnis

      Das Bistum Münster hatte nach eigenen Angaben keine Kenntnis von der Vorgeschichte Welbergs. Versetzungen innerhalb einer Ordensgemeinschaft seien interne Angelegenheiten, hieß es. In der Hiltruper Gemeinde St. Clemens war der Pater deshalb weiter Jahrzehnte lang mit Aufgaben in der Jugend- und Schularbeit betraut.

      In Hiltrup reagierten viele Menschen geschockt auf die Vorwürfe. Die beiden Grundschulen, an denen Welberg mehr als 20 Jahre lang so genannte Kontaktstunden gegeben hatte, informierten die Eltern in einem gemeinsamen Brief darüber, dass diese Stunden bis auf weiteres ausfallen. Beide Schulleiterinnen betonten, dass sie und ihre Kollegien nie Hinweise auf Unregelmäßigkeiten gehabt hätten und Welberg stets gewissenhaft gearbeitet habe.


      Gemeinde ist entsetzt

      Die Pfarrgemeinde St. Clemens sei entsetzt über die vorgeworfenen Taten und fordere eine rückhaltlose Aufklärung, erklärte Pfarrverwalter Pater Joachim Jenkner. In einer Stellungnahme und im Pfarrbrief macht er den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen seinen Mitbruder Welberg öffentlich und bittet alle Gemeindemitglieder, „Fehlverhalten wann und von wem auch immer gegen Kinder zu melden“. Auch Jenkner stellt aber klar, dass es in Hiltrup niemals einen Hinweis auf Übergriffe durch Pater Welberg gegeben habe.


      Opfersuche

      Ob im Fall des Hiltruper Paters jemand Informationen zurückgehalten habe, könne er nicht beurteilen, sagte Dr. Hans Döink, Leiter der bischöflichen Kommission, die Fälle von Kindesmissbrauch durch Geistliche untersucht. „Wenn so etwas vorliegt, gebietet es die Fairness, mit offenen Karten zu spielen“, stellte er gestern klar.

      Vor 20 oder 30 Jahren sei das aber längst nicht immer der Fall gewesen, räumte Döink ein: „Ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass damals bei Versetzungen alles mit rechten Dingen zugegangen ist.“
      Er kündigte an, die Kommission wolle aktiv nach möglichen Missbrauchsopfern in Münster suchen.



      muensterschezeitung.de/lokales…sich-melden;art993,830484
    • Die Scham der anderen - Hunderte Akten zur Freigabe
      01.03.2010

      Missbrauch im Vinzenzwerk?: Die Scham der anderen

      HANDORF HANDORF Misshandlungen durch Ordensschwestern, Missbrauch durch einen Priester: Die Vorwürfe, die ein früheres Heimkind nun fast 50 Jahre nach den Vorfällen formuliert hat, lasten schwer auf dem Vinzenzwerk Handorf.
      Von Marc Geschonke

      Auf dem riesigen Gelände am Flugplatz ist man auf völlige Aufklärung bedacht. "Wir geben früheren Heimbewohnern alle Akten heraus", sagt Schwester Mechtild Knüwer, Heimleiterin des Vinzenzwerkes. Sie ist sprachlos, schämt sich ob der Vorwürfe, die an ihr natürlich nicht vorüber gehen - obwohl sie selbst erst seit zehn Jahren dabei ist.


      Wie schwer?

      2012 wird das Vinzenzwerk 100 Jahre alt. Doch schon jetzt muss sich das heute sozial- und heilpädagogische Kinder- und Jugendheim mit seiner Geschichte auseinander setzen, das gelingt aber nur bis 1947. Alle Unterlagen aus dem ersten Vierteljahrhundert - das Gelände wurde 1935 an die Wehrmacht verkauft - sind im Krieg vernichtet worden.

      Die jüngst aufgekommenen Vorwürfe beziehen sich jedoch ohnehin nur auf die Nachkriegszeit. Eine Zeit, "in der in der Schule auch noch geschlagen wurde", wie Schwester Mechtild erinnert. Es gilt nun also in den nächsten Tagen zu klären, wie schwerwiegend die Misshandlungen der Ordensfrauen waren. Bei einem Missbrauch durch einen Priester indes gebe es nichts zu deuteln.

      "Mann, waren das Zeiten! Hab in meiner Kindheit dort viel erlebt, schöne und andere Sachen. Aber es ist ein Teil meines Lebens", hat ein früherer Bewohner aus dieser Zeit im Online-Gästebuch des Vinzenzwerks hinterlassen. Auslegungssache - Verfasser Edmund Stolze zumindest, früher Ministrant, habe zwar "um die Ohren bekommen" und auch "den Rohrstock kennen gelernt", aber "wir haben auch viel Scheiß gemacht, ich habe das als normal empfunden", sagt er heute. Stolze könnte zwar eine Menge Geschichten erzählen - allerdings weder von sexuellen Übergriffen noch von schweren Misshandlungen. "Es war halt ein Kinderheim, da hat es alles gegeben. Misshandlungen aber, wie man sie heute versteht, waren das mit Sicherheit nicht."


      Akteneinsicht

      Stolze ist einer von hunderten ehemaligen Bewohnern, die in den 50er Jahren im Vinzenzwerk lebten. Entsprechend groß scheint auch die Zahl der unterschiedlichen Interpretationen.

      "Wir führen in dieser Woche noch einige Gespräche", sagt Schwester Mechtild, die davon ausgeht, dass weitere Hinweise und Anklagen das Haus treffen werden. Die sich häufenden Bitten ehemaliger Heimkinder um Akteneinsicht lassen dies vermuten.

      "Ich glaube, so eine Gemeinschaft von Erziehern war früher eher eine Dienstgemeinschaft", sagt Knüwer weniger verteidigend denn erklärend, "es wurde in den meisten Fällen sehr, sehr gute Arbeit geleistet. Aber natürlich gab es auch da Fehler."


      Interne Kontrolle

      Interne Kontrollmechanismen gab es damals nicht. Heute seien externe Mitarbeiter regelmäßig bei den Gruppen; ihnen könnten die Kinder erzählen, wenn sie etwas störe. Misshandlungsvorwürfe seien da "in den letzten Jahren" nicht thematisiert worden. Nur einen Vorfall habe es gegeben, bei dem sich ein Mädchen von ihrem Betreuer ungerecht behandelt gefühlt habe - der Vorwurf sei aber nach Klärung wieder zurück gezogen worden. Für Donnerstag wird eine offizielle Stellungnahme erwartet.



      muensterschezeitung.de/lokales…er-anderen;art2597,833158
    • Erzieherin spricht: "Misshandlungen passieren heute noch überall"
      06.03.2010 12:24 Uhr

      MÜNSTER „Auch heute noch gibt es grenzwertige Handlungen in Kinderheimen“, erklärte gestern eine Pädagogin aufgrund unserer Berichterstattung rund um die Misshandlungsvorwürfe am Vinzenzwerk in Handorf gegenüber unserer Zeitung.
      von Marc Geschonke

      Schläge seien ihr zwar unbekannt, dafür aber habe sie erlebt, wie verhaltensauffällige Kinder in eine Wanne mit kaltem Wasser gesteckt wurden oder Erzieher sich zur Fixierung auf die Kinder setzten. „Körperliche Misshandlungen finden heute allerdings verstärkt in den Familien statt“, sagt die Mittdreißigerin.

      Aktuelle Vorfälle in Heimen seien indes der Personalsituation und mangelhafter Vorbereitung geschuldet. „Viele Erzieher sind einfach überfordert und unwissend, vielleicht auch, weil Kinder heute mehr Grenzen austesten und Erwachsene aufgrund der Rechtsprechung nicht mehr wissen, wie sie dem Herr werden sollen“, so die Erzieherin aus einem münsterländischen Kinderheim.

      Sie selbst erlebe immer wieder, wie Mitarbeiter aus verschiedenen Ausbildungssparten allesamt zur Erziehung eingesetzt würden, obwohl sie nicht geschult seien. Die Folge: Pädagogen würden sich aus Konflikten herausziehen, die persönlichen „Beziehungen“ abbrechen. „Misshandlungen passieren dann einfach“, sagt sie, „das ist sicherlich kein Vorsatz.“


      Schlimme Erinnerungen

      Unterdessen hat sich bei Gabriela Schwartbeck, einer früheren Heimbewohnerin im Vinzenzwerk (wir berichteten), ein weiteres ehemaliges Heimkind gemeldet. Der Mann habe Misshandlungen und den Missbrauch durch einen Priester in den 60er Jahren bestätigt. „Er ist randvoll mit schlimmen Erinnerungen“, sagt Schwartbeck. Schwester Mechtild, aktuelle Heimleiterin, habe sich ebenso bei ihr gemeldet. Gemeinsam werde nun die Vergangenheit aufgearbeitet.

      muensterschezeitung.de/lokales…h-ueberall;art2597,841058



      Missbrauchs-Pater als Seelsorger im Münsterland
      08.03.2010

      "Runder Tisch" will Entschädigungen klären: Missbrauchs-Pater als Seelsorger im Münsterland


      MÜNSTER Noch bis vor zwei Wochen war einer der beiden Patres des Hiltruper Herz-Jesu-Ordens, die den sexuellen Missbrauch von Schülern in Homburg gestanden hatten (wir berichteten), in einem Krankenhaus in der Region als Seelsorger tätig.
      von Marc Geschonke

      Wie das Bistum meldet, habe dieser Pater einen anderen Hiltruper Pater zeitweise seit dem 15. Dezember vertreten und sollte hier ursprünglich bis April eingesetzt sein. Nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe und Selbstanzeigen sei dem Pater aber direkt am 24. Februar die Ausübung alle priesterlichen Dienste untersagt worden. „Er befindet sich in einem ordenseigenen Haus außerhalb des Bistums Münster“, so Pfarrer Hans Döink von der Bistumskommission für Fälle des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger.

      Angst vor Nähe

      „Man hat schon ein wenig Sorge, wenn man sich in diesen Tagen Kindern nähert“, sagte uns ein münsterscher Pfarrer zur aktuellen Diskussion und zur derzeit schwierigen Außenwirkung des priesterlichen Amtes, „Ich glaube aber, dass die Menschen nicht pauschal verurteilen, sondern gut unterscheiden können.“

      Ein Beispiel sei das Handauflegen bei der Segnung, Trost-Umarmungen ein anderes. Ein weiterer Punkt, der einen offensiven Umgang und ein „Ende der Verschwiegenheit“ erforderlich mache, sei die Versetzung von Patern. „Früher wurde über die Vergangenheit oft geschwiegen“, heißt es. Dabei soll ein vorheriger Missbrauch durchaus häufiger Grund für eine „Luftveränderung“ gewesen sein.

      Derweil erreichen diese Zeitung immer wieder neue Vorwürfe zu Misshandlungen während der 50er und 60er Jahre in Einrichtungen im Münsterland. Mit dem Thema intensiv beschäftigt ist das Bundesprojekt „Runder Tisch Heimerziehung“.

      Seit einem Jahr werden hier deutschlandweite Fälle und ihre Folgen aufgearbeitet. Vieles erinnert an die Vorwürfe „Körperlicher Züchtigung und systematischer Demütigung“ in dieser Zeit, die gegen das Handorfer Vinzenzwerk gerichtet sind. Lösungsvorschläge sowie der weitere politische Umgang mit der Thematik – auch was eventuelle Entschädigungen betrifft – sollen noch in diesem Jahr erarbeitet werden.


      » rundertisch-heimerziehung.de



      muensterschezeitung.de/lokales…ensterland;art2597,841062


      rundertisch-heimerziehung.de
    • 08.09.2011 17:16 Uhr

      Entschädigungszahlungen: Missbrauchsopfer müssen nicht auf Sozialleistungen verzichten

      Die Entschädigungen, die die katholische Kirche an Opfer sexuellen Missbrauchs zahlt, werden nicht mit eventuellen Sozialleistungen verrechnet.
      Das stellte Münsters CDU-Bundestagsabgeordneter Ruprecht Polenz am Donnerstag klar.

      Gelder, die den Betroffenen in „Anerkennung des Leids“ und zur „Heilung der Folgen“ zugesprochen worden seien, dürften nicht als Einkommen etwa auf Hartz IV, Arbeitslosen- oder Wohngeld angerechnet werden.
      Das habe ihm das zuständige Arbeits- und Sozialministerium versichert.

      Hintergrund 700 Entschädigungsanträge nach Missbrauchsskandal


      muensterlandzeitung.de/nachric…k/inland/art29862,1394933





      Im März dieses Jahres hatte die Deutsche Bischofskonferenz den Missbrauchsopfern finanzielle Entschädigungen zugesprochen, die bis zu 5000 Euro betragen können.
      Zudem bietet die Kirche an, Kosten für Psychotherapien und Paarberatungen zu übernehmen.



      "Das wäre zynisch"

      Der münstersche Caritasverband hatte sich mit der Sorge an Polenz gewandt, dass diese Zahlungen die Sozialleistungen, die viele Opfer beziehen, schmälern könnten. „Das wäre zynisch und ist nicht politisch gewollt“, sagte der CDU-Politiker.



      muensterlandzeitung.de/lokales…verzichten;art993,1400229



      03.09.2011 10:06 Uhr
      Katholische Kirche: 700 Entschädigungsanträge nach Missbrauchsskandal

      Passau Bei der katholischen Kirche haben inzwischen 700 Missbrauchsopfer eine finanzielle Entschädigung beantragt. 660 Anträge seien bereits bearbeitet, berichtete die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf Kirchenkreise.

      In den meisten Fällen sei eine Zahlung zur Wiedergutmachung empfohlen worden. Die katholische Kirche hatte im März angeboten, Missbrauchsopfern bis zu 5000 Euro Entschädigung zu zahlen.

      Bei der Deutschen Bischofskonferenz prüft eine Koordinierungskommission die Anträge und gibt Empfehlungen an die Diözesen und Orden, die das Geld aufbringen.
      Die Opfervertretung "Eckiger Tisch" hält die Summen für zu gering.

      2010 waren zahlreiche Fälle sexuellen Missbrauchs in kirchlichen und anderen Einrichtungen bekanntgeworden.


      http://www.muensterlandzeitung.de/nachrichten/politik/inland/art29862,1394933
    • von der MuensterscheZeitung.de Bitte nicht kopieren

      Fotos von „Vinzenzwerk Handorf“

      Dateien
    • Danke Deinhard für die vielen Hinweise.

      Du könntst viele Pressehinweise von mir bekommen. Gerade von der Westfälischen Nachrichten. Aufarbeitung ??? Fehlanzeige in dem Heim.Es wird weiterhin Vertuscht und jetzt im Nachhinein kommt so langsam raus wie so eine Aufarbeitung aussah. Da wurden viele vor der fraglichen Zeit angegeschrieben. Ca 40 Kinder davon kamen ca 4 Ehemalige Heimkinder. Denen wurde gesagt das es Ihnen leid täte aber der O. nur Geld wolle und das hätte der Orden und Heim nicht und könne nichts Zahlen. Kaffe und Pläzchen gabs ,was zu vermuten war. Von Aufarbeitung keine Spur. nach kurzer Zeit wurden die Jenigen die kamen rauskomplementiert, Tschüss. das wars Kein Hilfsangebot ode so,keine Aufarbeitung. Ich kann oder will dazu beitragen das gerade die Caritas die von Aufarbeitung spricht nichts dafür getan,oder tut.L.G. Nobbi.
    • 100 Jahre leben,lenen.fördern.und feiern.:

      So fängt die Einladung an die mir ins Haus flatterte: Gemeinsam mit mir möchten Sie das Vinzenzwerk 100 Jährige Fest feiern. Nun bi Ich zwiespältig ,zumal nichts von der Vergangenheit verarbeitet wurde. Wie verhalte Ich mich. Enerseits könnte Ich viele Ehemalige treffen,anderseits käme Ich nicht drum ,herum denen die Hand zu schütteln. Soll Ego sein ,oder die Moralischen Bedenken ,anführen. ? Was würded Ihr mir Raten.?. Hinfahren ? Ja ? Nein?Nobbi.
    • Hey Nobbi, wenn ich ehemalige da treffen könnte mit denen man sich damals verstanden hat würde es mich schon reizen und würde wegen ihnen dahin fahren.
      Man kann sich gegenseitig im Gespräch austauschen und den Tag gemeinsam verbringen. Wer weiß schon wann man wieder so eine Gelegenheit hat und wie es nächstes Jahr aussieht.

      Meine Hand würde ich aber nicht jeden reichen das entscheide ich vor Ort.

      Vielleicht kennst du ja noch welche mit denen du gemeinsam dahin gehen kannst
    • Ja das sind Gute Hilfen,dord hinzufahren.

      Ich kann mit ein Opfer aus meiner Gegend hinfahren der den selben Täter hatte. In Klausheide jedoch ein anderen. Also seid Ihr der Meinung da Hinzufahren. Ja Kann ja solche Leute aus dem Wege gehn. Hoffe jedoch nicht das wir Namensschilder tragen solln.Kamara mitnehmen wiederstrebt mir.Wann Haste die Fotos gemacht Deinhard und war die Glocke links an der Pforte ?. Muss aber auch mal sehn was das für ein Tag ist. Könntest doch auch Hinfahren. Deinhard. Im mom kann Ich mich mal wieder nicht Bedanken auch wenn Ich F5 drücke. :dangöö:
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    Wir sind ein Forum für Ehemalige Heimkinder. Man kann sich mit anderen Ehemaligen austauschen, eventuell ehemalige Freunde oder Heimgefährten, aber auch Familie wieder finden. Es gibt auch so manche treffen,entweder zu den jeweiligen Heimen,oder aber Kennenlernen treffen.Denn man weiß ja gerne mit wem man schreibt. Es geht uns auch darum, die Öffentlichkeit zu erreichen, ihnen zu vermitteln wie die damaligen Zustände waren in den Heimen. Aber bei uns geht es auch um Spiel, spass, Unterhaltung, und Ablenkung vom Alltagsstress Schaut einfach mal rein, vielleicht gefällt es euch bei uns. Das Team der Heimkinderinsel.eu und Heimkinderinsel.de