Erinnerung an den Mauerfall vor 25 Jahren

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    • Erinnerung an den Mauerfall vor 25 Jahren

      Mehr al 10 000 DDR-Bürger kamen in unsere Stadt.

      Ich kann mich noch genau daran erinnern wie es damals vor 25 Jaren gewesen war.Ich war zu dem Zeitpunkt 45 Jahre alt.
      Wir waren mit den Kinder auf dem Weg in die Stadt.Einer der Jungs mußte Winterschuhe haben.Schnatternt trabbten wir des Weges.
      Plötzlich fuhren unbekannte Autos an uns vorbei und was für ein Geruch,was wir da sahen hatten wir noch nicht gesehen,bis ein Herr neben uns
      sagte das sind die Autos von drüben.Von drüben? Salzwedel?Salzwedel liegt 45km von Uelzen.Bis dahin konnte man früher fahren und dann war Schluß.
      Die Stadt wurde immer voller und Menschen fielen sich um den Hals und begrüßten sich ,oh man das ging ans Herz und dann viel der Groschen die Grenzen sind auf,ach ja! Zum Schuhe kaufen kamen wir an diesem Tag nicht.Am nächsten Tag fuhren wir nach Salzwedel,das erste mal das ich drüben war.Aber glücklich waren wir nicht ,denn was wir sahen hat uns die Sprache verschlagen-Schnell fuhren wir wieder nach Hause und verfolgten im Fernsehen die Berichte von drüben.
      Und freuten uns mit den Menschen die nun auch ihre Freiheit hatten.
      Ich hoffe das soetwas nie wieder geschehen wird.
      Freiheit ist das höchste Gut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Christel44 ()

    • Christel44 schrieb:

      Plötzlich fuhren unbekannte Autos an uns vorbei und was für ein Gestank,was wir da sahen hatten wir noch nicht gesehen,bis ein Herr neben uns
      sagte das sind die Autos von drüben.
      Damals hatten wir das aber nicht so gerochen,
      schließlich fuhren ja nicht sooo viel Autos auf den Straßen wie heute.
    • Christa_MD schrieb:

      Damals hatten wir das aber nicht so gerochen,
      schließlich fuhren ja nicht sooo viel Autos auf den Straßen wie heute.
      Also jetzt mal ehrlich - es waren durch die vielen bunten (?) Trabbis Gerüche auf den Straßen, die man nur dann kurzfristig wahrgenommen hatte, wenn n 2-Takter um die Ecke kam oder länger an einer Ampel stehen musste - das war nun mal so.

      Ich kann mich erinnern, dass ich am Abend des 9. November mit meinen Kids gerade vom Einkaufen zuhause angekommen war, der Kleene - damals 5 1/2 Jahre und die Tochter 9 3/4 Jahr alt. Sie mussten sich schleunigst bettfertig machen, weil ja am nächsten Tag Schule und KiGa warteten.

      Ich war ziemlich frisch geschieden, (der Verlust des Ältesten von 14 Jahren schmerzte immer noch - er war mit dem Vater mit), aus einem Haus mit Garten, zwei Etagen und über 100 qm² Wohnfläche in weniger als die Hälfte in eine Sozialwohnung umgezogen , seit fast zwei Jahren arbeitsunfähig krank, frisch aus ne Horror-Reha zurück und mit einem sofortigen Berufsverbot für meinen Beruf belegt und mit meiner Neuorientierung beschäftigt, als meine Kinderfrau und damals noch Freundin ca. gegen halb neun anrief, ich sollte mal Sat1 anstellen, die Mauer sei gefallen.

      Ich verstand überhaupt nix, fragte welche Mauer denn? und wo auf meinem neuen Fernseher Sat1 sei und was das fürn Sender sei - ich kannte den bis dahin nur durch zufälliges reinzappen - also ich war mit ganz anderen Dingen beschäftigt als mit Fernsehen. Sie schrie fast in den Hörer :" na Mensch die DDR-Mauer, die kommen alle in den Westen, schau dir das im Fernsehen an".

      Na gut, die Kids inner Heia, also Fernseher angestellt: und ich saß ca. drei Stunden dort wie gebannt, konnte es nicht fassen - Gedanken schwirrten in meinem Kopf: endlich kannste Deine Verwandschaft suchen und besuchen und was weiß der HerrGott noch alles. Meine Kinderfrau rief zwischendurch noch einmal an und fragte mich, was ich denn dazu sagen würde, ich sagte:"erstmal nix, ich bin geschockt", worauf sie den Hörer auflegte und mich vermutlich mal kurzfristig für bekloppt erklärte.

      Am nächsten Tag gings für die Kids dann erstmal ganz normal los, und als die dann gegen mittag wieder zuhause waren, kam meine Tochter selbstverständlich mit der Frage: was ist denn das fürne Mauer, die da gestern umgefallen ist?". Also kindgerechte Argumente vorgebracht und dann erstmal wieder in Gedanken schwelgen, wo sich wohl die Verwandschaft aufhält, was die wohl machen, ob die überhaupt noch von mir was wissen usw. usw.

      Am darauffolgenden Samstag war ich immer noch so ergriffen, dass ich meine Kinder spontan ins Auto packte und mit denen zum nächstgelegenen Kontrollpunkt - ca. 50 km weit - fahren wollte. Wir sind ca. 10 km weit gekommen, als uns die Masse von Trabbis entgegen kam - also Fenster auf und winken und zurufen und vor allem den unverkennbaren 2-Takter-Geruch einzuatmen - die Kinder verstanden nix außer, dass es sehr sehr viele Autos waren, die sie nicht kannten, es stank wie Bolle und um sie zu beruhigen sangen wir ein Lied:" Schlüpferbau, ja Schlüpferbau, das sind alle Autos die wir sehen Schlüpferschlüpferblau und die Kids sangen voller Freude und Erwartung, was noch alles kommen mag mit.

      Leider sind wir dann vielleicht noch n knappen Kilometer weit gekommen, standen ca. ne Stunde im Stau und entschlossen uns dann, eine Wendelücke zu nehmen und wieder nach Hause zu fahren - sehr zur Enttäuschung der Kinder.

      Die Zeit danach habe ich dann trotz Hoffnung auf eine rasche Entspannung der Ereignisse mit sehr gemischten Gefühlen erlebt: einerseits wurden z. B. Katalogbestellungen grundsätzlich schleppend oder gar nicht bearbeitet mit der Begründung, das geht jetzt erstmal alles in den Osten (speziell nach der Währungsunion nach dem 01.07.'90), oder andere Engpässe im Warenhandel.

      Ein ganz besonderes Erlebnis schockiert mich nachhaltig kurz nach der Grenzöffnung: Ich war in einem Aldi einkaufen, der Laden brechend voll und hinter mir, neben mir und eigentlich fast überall den extremsten Sächsischen Dialekt den ich jemals gehört habe -aber nun. Vor mir war eine ältere Frau an der Kasse, hatte alles wieder in den Wagen gepackt, zahlte und wollte dann ihre Dinge in der Tasche verstauen, als sie plötzlich ohne Wagen da stand, den ihr ein junger Mann weggenommen hatte. Sie zeterte, dass das ihr Wagen sei und dass sie eben gerade doch bezahlt hätte und wollte noch den Bon vorzeigen, aber den hatte der Dieb bltzschnell ansich genommen, mit tiefschwarzem sächsischen Dialekt brüllend der Frau den Bon vor die Nase gehalten und gemeint, er habe das alles gekauft, er habe schließlich den Bon und nun solle sie mal beweisen, dass sie eingekauft hatte.

      Also da war ich platt, ehrlich, hin- und hergerissen, was ich jetzt hätte tun können um der Frau zu helfen aber da kamen dann ganz schnell andere Männer und nahmen den Dieb in Obhut, die hatten das wohl beobachtet und aus der Tageszeitung war zu entnehmen, dass genau dies Diebstahlsvorgehensweise ganz aktuell sei und in vielen Fällen also auch
      den Tätern reiche Beute bescherte.

      Ich möchte allerdings ausdrücklich betonen, dass diese Masche nicht ausschließlich den DDR-Bürgern zuzuschreiben war, das haben bis dahin auch westdeutsche Kriminelle gemacht, allerdings nicht in dem Umfang wiein den ersten Wochen nach der Grenzöffnung.

      Soweit zu meinen ersten Eindrücken von der Wende kurz nach dem Mauerfall.

      Leider hat es dann aber immer noch 24 Jahre gedauert, bis ich meine übriggebliebene DDR-Verwandschaft endlich gefunden hatte (Allesamt Vertrieben aus der Ukraine 1945 und väterlicherseits zu 95% in der eheamligen DDR "hängengeblieben" .
      Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren (Benjamin Franklin)

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    • Meine Erinnerung ist da etwas ganz anderes:

      Da waren alle Sender drauf erpicht, die aktuellsten zu sein und so viel Unfug, wie damals
      in Bild und Text rüber kam, kann man eigentlich gar nicht beschreiben. Die Gier nach der
      Deutschen Mark war m. E. wohl die Haupttriebfeder des ganzen Jubels.

      Und spätestens, als der Exkanzler Kohl verkündete, dass uns die Wiedervereinigung
      keinen Pfennig kosten würde, war mir klar, wie wir - im nunmehr vereinten Deutschland -
      über den Tisch gezogen würden.

      Jahr um Jahr wurde nach 1945 und in der Hauptsache nach der Gründung der BRD
      immer wieder darauf geschworen, dass man sich danach sehnt, Deutschland wieder
      zu vereinigen. Erst Recht, als dann noch später Herr Honecker verkündete: Niemand
      beabsichtigt eine Mauer zu bauen" und kaum 2 Monate später fing der Mauerbau an.

      Spätestens ab dieser Schockrealität hätten die Politiker wach werden müssen und sich
      fragen, was tun wir eigentlich vorbereitend dafür, wenn eines Tages diese Mauer
      wieder fällt?

      Man erinnere sich daran, dass einmal vor vielen Jahren ein sogen. Notpfennig als
      zusätzliches Briefporto eingeführt wurde. Diese 2 Pfennigsmarke war das "Notopfer
      Berlin" und musstre als zusatzMarke auf jeden Brief, jede Karte, jedes Pakte (bis
      auf wenige Ausnahmen) aufgeklebt werden.

      So kamen dann von Dez. 1948 bis zum 31.03.1956 410 Mill. DM zusammen, entspricht
      977,7 Mill. Euro.

      Was tat man aber für Wiedervereinigung: Nichts, aber auch gar nichts. Keine Kosten
      wurden geschätzt und eingeplant; im Grunde genommen war nichts geplant und
      keinerlei Vorsorge getroffen für den Fall, dass es denn doch passieren könnte.

      Und das ist m. E. auch heute noch der Grund dafür, dass wir viel, viel mehr und
      noch bis zum heutigen Tag im "Soli" berappen müssen. Das geht auch weiter so,
      denn Schäuble & Co habe keinerlei Interessen daran, etwas zu ändern, wobei
      natürlich die nutznießenden (neuen) Bundesländer sich vehement auch für die
      weitere Zukunft zum Erhalt des Soli einsetzen.

      Das, und nur das ist, was mich an der "Planlosen Wiedervereinigung" stört.

      Interessant ist vielleicht auch noch zu wissen, das per Gesetz diese "Umlage"
      allein dem Bund zusteht UND von diesem NICHT zweckgebunden verwendet
      werden darf.

      Ein verdammt teuerer, bitterer Nachgeschmack für all diejenigen die ihn auch
      weiterhin abführen müssen.
    • .........................
      Ich bin...ich weiß nicht wer
      Ich komme...ich weiß nicht woher
      Ich gehe...ich weiß nicht wohin
      Mich wundert, dass ich so fröhlich bin...

      ( Unbekannter Dichter, Mittelalter )

      Meine Lebensgeschichte unterliegt selbstverständlich, wie alle von mir eingebrachten Geschichten,
      meinem ( Hippie's ) Urheberrecht -- § 7 UrhG.

    • Hippie, mein Freund,

      ich glaube, dass sehr viele ahnen, was Du mit "..............." sagen willst.

      Ich sehe jedenfalls eine massive Betrugsmasche, derer sich der Staat
      bedient aus dem Ereignis "Mauerfall". Das dürfte auch der Grund sein,
      warum in so vielen Köpfen die Mauer immer noch steht und bei ebenso
      vielen gar der Wunsch besteht, die Mauer wieder zu errichten; nur noch
      halt ein paar Meter höher.

      Auch ein Grund, warum nach meiner Meinung die Politiker in der ganzen
      Causa "Wiedervereinigung" versagt haben.
    • Christa_MD schrieb:

      Christel44 schrieb:

      Plötzlich fuhren unbekannte Autos an uns vorbei und was für ein Gestank,was wir da sahen hatten wir noch nicht gesehen,bis ein Herr neben uns
      sagte das sind die Autos von drüben.
      Damals hatten wir das aber nicht so gerochen,
      schließlich fuhren ja nicht sooo viel Autos auf den Straßen wie heute.
      Ich bin ja aus dem Osten und das meinte ich damit,
      denn bei uns gab es ja nicht so viele Autos wie es heute ist.
      Da stehen die Straßen voll damit.
      Ansonsten Kommentarlos. :088:
    • 1PS schrieb:

      Erst Recht, als dann noch später Herr Honecker verkündete: Niemand
      beabsichtigt eine Mauer zu bauen" und kaum 2 Monate später fing der Mauerbau an.

      Lieber 1 PS,

      da hast Du Dich wohl etwas vertan............
      Diesen Satz: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten", sagt DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz.
      Guckst Du hier

      1PS schrieb:

      Und spätestens, als der Exkanzler Kohl verkündete, dass uns die Wiedervereinigung keinen Pfennig kosten würde, war mir klar, wie wir - im nunmehr vereinten Deutschland - über den Tisch gezogen würden.

      Hätte er Tacheles gesprochen, dann wären wahrscheinlich im Westen auch Demos angesagt …… womöglich mit dem Slogan „Wir wollen keine Einheit“.
      Aber Herrn Kohl seine Chancen auf eine Wiederwahl standen 89 sehr schlecht, die Wirtschaft hier in der BRD auch nicht eben zum Besten bestellt und er wollte doch sooo gern als „Kanzler der Einheit“ in die Geschichte eingehen.
      Da wird schon mal das Volk belogen, Tatsachen nicht benannt.........
      Der wohl einzige Politiker, der über eine enorme Kostenexplosion sprach (Lafontaine), wurde ausgelacht, verschmäht und durch die Medien gezerrt.

      Die Tatsache, dass die BRD ihre Bündnispartner (Frankreich, Großbritannien, die UDSSR und Amerika) um ein JA zur Wiedervereinigung befragen musste, dies auch mit Zugeständnissen und hohen Zahlungen von Seiten der Bundesregierung einherging, ist zwar bekannt, kam aber erst später etwas detaillierter ins Volk. Im 2+4 Vertrag sind dazu einige Dinge geregelt, die man der Öffentlichkeit einfach nicht benannt hat und die demzufolge eher unbekannt sind.

      Auch die Tatsache, dass die Sowjetunion genug eigene Sorgen hatte, das Land so ziemlich pleite war und Kredite benötigte … ein „glücklicher Umstand“ wo man dann ja das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden konnte, so dass dann 15 Milliarden Mark gen Russland flossen.

      Interessant dazu auch Seiten im Netz, wie z.B. diese, die sich wie einige andere Seiten mit dem 2+4 Vertrag kritischer auseinander gesetzt haben.

      1PS schrieb:

      Und das ist m. E. auch heute noch der Grund dafür, dass wir viel, viel mehr und noch bis zum heutigen Tag im "Soli" berappen müssen. Das geht auch weiter so, denn Schäuble & Co habe keinerlei Interessen daran, etwas zu ändern, wobei natürlich die nutznießenden (neuen) Bundesländer sich vehement auch für die weitere Zukunft zum Erhalt des Soli einsetzen.

      Auch hier ein Veto........
      Den Soli Zuschlag zahlen auch die Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern. Um diesen Zuschlag einführen zu können, bzw. den Rückhalt der Bevölkerung dafür auch zu erhalten, hat man sich damals gerne damit rausgeredet, dass dies doch notwendig sei, um die armen Leute mitsamt ihrer schlechten Infrastruktur in den neuen Bundesländern zu unterstützen, quasi "Wir sind doch die Helfer". Das klingt immer schöner anstatt zu sagen, dieser Soli Zuschlag wird auch erhoben, um damit Kriege zu finanzieren oder noch weitere arme Länder zu unterstützen.

      Die Einführung des Solidaritätszuschlags 1991 wurde vorwiegend mit den Kosten der Deutschen Einheit begründet, aber auch mit zusätzlichen Kosten für den Golfkrieg (Operation Desert Storm) und seine Folgen sowie als Unterstützung der mittel-, ost- und südosteuropäischen Länder.

      Zu finanzieren. Kurzum, Soli Zuschlag auch, um den Golfkrieg finanzieren zu können und um Mittel-, Ost- und Südeuropäische Länder zu unterstützen.
      Soli Zuschlag

      Ferner weiss man mittlerweile auch, dass dieser Zuschlag beibehalten werden soll, um

      Die Einnahmen sind nicht zweckgebunden und werden für alle anfallenden Ausgaben verwendet; Helmut Seitz äußerte daher auf tagesschau.de, der Etikettenschwindel sei zu beenden, und spätestens mit Auslaufen des Solidarpaktes II müsse eine Alternative gefunden werden; gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Gesprächskreis Ost im Auftrag der Bundesregierung meinte er, der Unterschied sei ab 2020 nicht mehr an den neuen Bundesländern festzumachen, sondern an den strukturschwachen Gebieten Gesamtdeutschlands

      Soli Zuschlag

      Mal schauen, ob man dann in den neuen Bundesländern auch so viele Moserer findet, die dann mit dem Finger auf den Westen zeigen und ihre Soli-Zuschlagszahlungen als großzügige Hilfsgeste vorhalten, wie wir es bisher von der anderen Seite oft genug erlebt haben.

      Mit dem Fall der Mauer, insbesondere mit der Einheit Deutschlands, haben Politiker, Ökonomen etc. auch die Möglichkeiten:

      - Ost- Erweiterung (Tschechien, Polen, Georgien…..)
      - EU- Erweiterung
      - Markterschließung mit dementsprechenden Absatzmärkten und Bezugsquellen (Rohstoffe, Grund & Boden….)

      gesehen und verbunden. Dass dies für den Otto Normalverbraucher mit vielen Verlusten, Einschnitten einhergeht, ich glaube das war für uns Otto-Normalverbraucher so nicht erkenn- und absehbar.
      Heute wissen wir, dass sich mit dem Fall der Mauer, dem Zerfall der Ostblockstaaten der Kapitalismus noch mehr entfaltet hat, nun sein ganzes wahres Gesicht zeigt ..... eben weil er nicht mehr neben vermeintlich "kommunistischen-sozialistischen" Staaten glänzen will/muss.


      LG Ines
      :D Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant :D
    • Es gibt keinen Grund,dass sich Ost und West streiten,
      jeder hat davon einen nutzen gehabt mit der Ausnahme,dass wir abgezockt wurden
      aus Unwissenheit und Leichtgläubigkeit.
      Vielleicht sollte man sich z.B. mit der Kühlschrankproduktion beschäftigen(FCKW) in der ehem .DDR,
      wie die Auflösung des Betriebes von statten kam nach der Wende.
      Die Löhne Ost und West.......mein Gehalt Ost gegenüber Gehalt West für gleiche Arbeit.
      Dann frage ich mich,bei wem steckt denn noch die Mauer im Kopf.
    • Mich würde eigentlich heute mal eher interessieren, wie die Leute bzw. Demonstranten von einst mit der Distanz von 25 Jahren diese Sache heute sehen.
      Zum besseren Verständnis:
      Ich bin kein Gegner der Einheit und hatte in der DDR auch genug Querelen. Aber ich sehe auch vieles hier im Land, was wir aus der DDR unter anderem Namen schon kannten und frage mich daher manchmal, ob die Menschen heute genauso wieder handeln würden, frage mich was genau von den Wünschen und Zielen wirklich umgesetzt ist und ob sie mit dem Ergebnis heute zufrieden sind.

      Kleine Hinweise, die ich damit allgemein verbinde sind:

      - für wenig Geld malochen - Agenda 2010 (Zuführung von qualifizierten Personal in prekäre Jobs, Lohnzuwachs stagnierend bis hin zu absenkend)
      - Abteilung Inneres Meldepflicht mitsamt Auflagen den Kreis nicht verlassen zu dürfen (besser bekannt als § 48) - Sanktionsmoratorium Hartz IV
      - Stasi - NSA/BND
      - mangelnde Reisefreiheit - Einschränkung Reisefreiheit mangels Masse......

      Und mich würde auch interessieren, ob der Westteil seine Freude von einst heute noch hat, oder ob die Freude sich eher in Bedenken aufgelöst haben.

      Wenn ich in meinem Kollegenkreis höre, dann ist da eher Mitgefühl (ach ihr armen Ossis - hattet ja nix, och Euch müssen wir ja erstmal zeigen wo's lang geht.....) und der Fall der Mauer wird eher abgelehnt statt gefeiert, eben weil sich nach 1990 das Leben hier auch für einige Stück für Stück negativ verändert hat.

      LG Ines
      :D Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant :D
    • Ja klar, auch ein 1PS unterliegt Irrtümern.

      Was ich aber noch nachtragen möchte ist, dass ich den Wunsch nach Befreiung
      vom sozialistisch ausgerichteten und verlangten Einheitsdenken und -handeln
      mit all den unangenehmen Begleiterscheinungen (gewollt von der Ostdeutschen
      Obrigkeit) sehr wohl verstehen kann. "Wir sind das Volk" war sehr wohl berechtigt.

      Nebenbei: Hier in der BRD war und wäre auch in so mancher Sache dieser Ruf
      bitter nötig.

      Was mir trotzdem bleibt, ist der Umstand, dass letztendlich die ganze berech-
      tigte Freude seitens der unterdrückten Bevölkerung sehr bald in einen Konsum-
      rausch verfallen ist, der zudem - leider auch auf beiden Seiten - massive kriminelle
      Energien frei gesezt hat. Da sind sogar noch bis in diesen Tagen Gerichte mit
      befasst.

      N. N. traute sich sogar damals, mich zu fragen, ob ich als damals Arbeitsloser
      für eine Firma bereit wäre, Fahrzeuge im größeren Stil in die ExDDR rüber zubringen,
      die hier in Westdeutschland selbst "blutige Laien" niemals mehr gekauft hätten.
      Alles "schau-lackierte Fahrzeuge", die verkauft werden sollten an Privat, noch
      bevor ein TÜV sie gesehen hat. Und ich weiß, dass viele, die "Drüben" bleiben
      wollten, auf diesen Schrott reingefallen sind.

      Nur nicht bei und nicht mit mir: Dat war nen Satz mit X, dat war wohl nix!

      Ja, und Christa MD, Du hast insofern recht, dass wir keinen Grund haben,
      uns zu streiten, denn es bleiben nach wie vor negative Folgen auf beiden
      Seiten,
      die allerdings der "kleinen Mann" nicht beseitigen kann, wenn die
      Wirtschaft und die Politik einfach keinen Anlass dazu sehen, ja, sogar ihren
      Vorteil - und zwar massiv - erkennen und weiter verfolgen. Letztere haben
      sich doch alle dafür entschieden, das der Begriff "SOZIAL" ein Unwort auf
      Dauer ist.

      Ein Schelm ist, der da CDU, CSU und SPD mit hineinzieht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 1PS ()

    • Den Fall der Mauer habe ich damals nur vor dem Fernseher erlebt, und konnte es eigentlich nicht fassen, dass so etwas möglich und machbar gewesen wäre. Ich kann mich an die Bilder eines riesigen Demonstrationszuges erinnern, der sich aus Ost-Berliner Richtung zur Mauer hinzog. Ein spannender Moment, denn ich hatte durchaus damit gerechnet, dass nun Staatssicherheit und Grenzer jederzeit einschreiten würden. Sie taten es nicht. Weil sie nicht einschreiten durften, sondern den Befehl hatten, nicht einzugreifen, wie ich erst viel später erfuhr.

      Nun - was ging mich das alles schließlich an? Immerhin wohnte ich in der Nähe von München, also weitab vom Geschehen und war gerade mal 17 Jahre alt.

      Eineinhalb Jahre zuvor sah das ein wenig anders aus. Die "DDR" kannte ich größtenteils nur aus Medienberichten, nur einmal lernte ich sie ein wenig von innen kennen und betrachten. Das war im Frühsommer 1988, als wir die Klassenabschlussfahrt antraten. Über das Reiseziel wurde ein halbes Jahr vorher abgestimmt, und die Wahl fiel auf Berlin (West). Per Schülersonderzug ging es durch Bayern bis zum damaligen Grenzübergang bei Hof, eine kleine Ortschaft, die den Namen Gutenfürst trägt. Der Zug hielt an, alles sah geradezu nach einer undurchdringlichen Festung aus. Wachtürme, Hunde-Streifen, Stacheldraht. Ein beklemmendes Gefühl, und nicht gerade einladend wirkend. Heute sieht man an dieser Bahnstation nur noch die Scheinwerfermasten, die aus diesen Zeiten stammen. Sonst erinnert nichts mehr daran, außer dem sog. "Kolonnenweg", der für Fußstreifen und Fahrzeuge der Grenzer gedacht war.
      Aber zurück zur Berlin-Reise: Einige Uniformierte, ich schätze Angehörige der damaligen TraPo (Transportpolizei) stiegen hinzu, um während der Fahrt die Reisepässe zu kontrollieren und die Nummern zu notieren. Damit wurde nämlich mit westdeutschen Dienststellen abgerechnet, gewissermaßen eine Durchfahrtgebühr, welche die "DDR" für jeden Reisenden nach West-Berlin kassierte. Unterwegs konnten wir uns vom fahrenden Zug aus Städte und Gegenden genauer betrachten. Die Städte wirkten damals eher trist, grau in grau, Industrieanlagen veraltet und dem Zahn der Zeit verfallend. Vorbei ging es auch an dem, was die "DDR"-Führung als so modern anpries: Riesige Trabantenstädte. Die ländlichen Gegenden wirkten irgendwie entspannter, man könnte sagen: Idyllischer, irgendwie schien die Zeit dort stehengeblieben zu sein, und an mancher Stelle kam man sich vor, als wenn man plötzlich um 30, 40 Jahre zurückversetzt gewesen wäre.
      Irgendwann am frühen Abend erreichte der Sonderzug West-Berlin, und wir wurden mit Bussen in unsere Jugendherbergen gebracht. Während dieser Woche hatten wir genug Zeit, einen Teil Berlins kennenzulernen, bzw. die Mauer und die dahinterstehenden Wachtürme genauer zu betrachten und uns von den damit verbundenen Geschichten ebenso erschüttern zu lassen. Man denke nur an Schießbefehl, abenteuerliche, aber leider auch missglückte Fluchtgeschichten. Denkmäler erinnerten und erinnern noch heute daran.

      Dass diese "Grenze" eineinhalb Jahre später zu Fall gebracht würde, das hätte die Vorstellungskraft von uns "Touristen" damals weit überstiegen!
    • 1PS schrieb:

      Da waren alle Sender drauf erpicht, die aktuellsten zu sein und so viel Unfug, wie damals
      in Bild und Text rüber kam, kann man eigentlich gar nicht beschreiben. Die Gier nach der
      Deutschen Mark war m. E. wohl die Haupttriebfeder des ganzen Jubels.
      Lieber Peter, das war wohl einer der Hauptgründe, die Wiedervereinigung möglichst rasch zu vollziehen, allerdings waren nicht nur die deutschen Politiker diejenigen welche da allein entscheidend gewirkt haben: im Besonderen wohl Herr Gorbatschow, dann auch der amerikanische Präsident, wohl sicherlich auch die Briten und Franzosen als das gesamte alliierte "Politkabinett". Weil was der Bürger will ist unerheblich!!! Wenn die Mauer schon als "Prestigeobjekt des kalten Krieges herhalten musste, dann lassen wir sie doch auch ins weiter offenstehende messer laufen.................

      Die Triebfeder der Grenzöffnung war in 1. Linie dem Freiheitsdrang der Ostdeutschen Bevölkerung geschuldet, dem vermeintlichen Fehlverhalten eines Medienbeauftragten des Politbüros und den überforderten Grenzer an der z. B. Bornholmer Straße, nachdem Druck in der Öffentlichkeit- alles andere, was sich nach dem 1. Schlagbaumöffnen ergab, hat sich indess wirklich ungeplant und ziemlich chaotisch entwickelt.

      Spoiler anzeigen
      Ich bezweifle heute immer noch, dass Herr Schabowski nix von dem angeblichen Zeit-Termin (ab 4:00 Uhr am 10.11.) gewußt haben will - verfolgt man die Sitzungen des Staatsrates (allerdings auch nachgestellt nach Gedächtnisprotokollen der beteiligten Politiker aus dem Politbüro, dann muss er und wenn auch nur ansatzweise von der frühesten Veröffentlichung der Grenzen gewußt haben. Darüberhinaus interpretiere ich bis jetzt immer noch die Aussage....Ausreise über die bekannten Grenzstellen......... als versuchte Ausbürgerung, die missverstanden wurde wie überhaupt der gesamte Ablauf der Vorgänge am 09.11.2014 , womit ich mich nicht gegen die Grenzöffnung als solches stellen will

      1PS schrieb:

      Und spätestens, als der Exkanzler Kohl verkündete, dass uns die Wiedervereinigung
      keinen Pfennig kosten würde, war mir klar, wie wir - im nunmehr vereinten Deutschland -
      über den Tisch gezogen würden.
      Das ist leider sehr sehr war - ich kann mich noch erinnern, als Herr Lafontaine als Kanzlerkandidtat diese Aussage von Herrn Kohl relativierte und eben genau das negierte, und urplötzlich weg vom Fenster war. Die Wahrheit sollte Niemand wissen, damals nicht, und heute noch viel weniger. Aber wie man gemerkt hat, haben die Kohl'schen Parteifreunde mit dieser unglaublichen Lüge zum einen die Wähler im Osten betrogen und zum anderen den wahren Kohl danach gezeigt - machtgierig und ohne Skrupel wie eh und je.

      Frau Mekrel allerdings hat erst vor wenigen Tagen behauptet, das es ja jetzt auch die vor 25 jahren versprochenen blühenden Landschaften gibt - ich weiß ja nicht was die zu sich genommen hat - ich möchte aber auch nix davon abhaben.

      1PS schrieb:

      Jahr um Jahr wurde nach 1945 und in der Hauptsache nach der Gründung der BRD
      immer wieder darauf geschworen, dass man sich danach sehnt, Deutschland wieder
      zu vereinigen. Erst Recht, als dann noch später Herr Honecker verkündete: Niemand
      beabsichtigt eine Mauer zu bauen" und kaum 2 Monate später fing der Mauerbau an.
      Das war übrigens Herr Ullbricht - macht aber nix - schlimm genug war's allemal.

      Viel schlimmer allerdings fand ich die unsäglichen Lügen der damaligen CDU-Regierung nach dem Mauerbau - Herr Adenauer hatte es nicht nötig, sich drum zu kümmern und im Zuge der Bildung der Stasi hat er auf westdeutscher Seite genau das Gleiche getan, worüber er sich öffentlich monierte, nämlich die Zensur der Privatpost - auf westdeutscher Seite wurde genau wie im Osten jeder Brief gen Osten geöffnet und nach politischen Aussagen durchsucht - Geld, welches dort mitversandt wurde, ist einkassiert worden, Pakete, die geöffnet wurden sind genauso geplündert worden wie von ostdeutscher Seite, und dafür wurden seinerzeit die Wehrpflichtigen und ganze Kompanien herangezogen. Als man merkte, dass dieses (westliche) Briefaufkommen nicht mehr zu bewältigen war mit Wiederverschließen ohne Spuren zu hinterlassen ect. hat man die Briefe ab einem bestimmtem Zeitpunkt einfach verbrannt usw. usw.

      1PS schrieb:

      Spätestens ab dieser Schockrealität hätten die Politiker wach werden müssen und sich
      fragen, was tun wir eigentlich vorbereitend dafür, wenn eines Tages diese Mauer
      wieder fällt?
      M. E. war die einzige Vorbereitung in Sachen Wiedervereinigung die Vergabe der neuen Postleitzahlen. Angeblich lagen diese bereits mehrere Jahre schon unter Verschluss - war aber vermutlich auch nur halbherzig und vielleicht als Beschäftigungstherapie ausgeführt.



      1PS schrieb:

      Man erinnere sich daran, dass einmal vor vielen Jahren ein sogen. Notpfennig als
      zusätzliches Briefporto eingeführt wurde. Diese 2 Pfennigsmarke war das "Notopfer
      Berlin" und musstre als zusatzMarke auf jeden Brief, jede Karte, jedes Pakte (bis
      auf wenige Ausnahmen) aufgeklebt werden.
      Ich habe noch dutzende Postkarten hier rumliegen, die diesen Notpfennig noch aufgeklebt haben.

      1PS schrieb:

      So kamen dann von Dez. 1948 bis zum 31.03.1956 410 Mill. DM zusammen, entspricht
      977,7 Mill. Euro.
      Ja und ob die jemals in der sog. Ostzone gelandet sind, werden wir auch wohl niemals erfahren.

      1PS schrieb:

      Was tat man aber für Wiedervereinigung: Nichts, aber auch gar nichts. Keine Kosten
      wurden geschätzt und eingeplant; im Grunde genommen war nichts geplant und
      keinerlei Vorsorge getroffen für den Fall, dass es denn doch passieren könnte.
      Naja, also so ganz untätig waren se ja nun auch nicht - die sind überrannt worden von dem Ereignis, mit dem sie zu dem Zeitpunkt nicht gerechnet haben - jedenfalls nicht in der kurzen Zeit: mit der Währungsunion musste zwangsläufig die Wiedervereinigun kommen und genau das war wohl der Knackpunkt.

      Eigentlich war wohl eher eine langsam wachsende Zusammenführung vorgesehen - aber das ging im Zuge der europäisierung von Deutschland nicht - die Verträge waren ja schon wesentlich weiter fortgeschritten als die Wiedervereinigungspläne.

      1PS schrieb:

      Und das ist m. E. auch heute noch der Grund dafür, dass wir viel, viel mehr und
      noch bis zum heutigen Tag im "Soli" berappen müssen. Das geht auch weiter so,
      denn Schäuble & Co habe keinerlei Interessen daran, etwas zu ändern, wobei
      natürlich die nutznießenden (neuen) Bundesländer sich vehement auch für die
      weitere Zukunft zum Erhalt des Soli einsetzen.
      Das sich heute vor allem die Ostkommunen und auch einige westliche Kommunen gegen die Abschaffung des Soli sträuben, kann man wohl nachvollziehen - hier kommt der vermeintliche Witz zum tragen, der besagt: Wenn Ostdeutschland saniert ist, siehts im Westen aus wie im Osten nach der Grenzöffnung. Alleine was der Verbrecher Schreiber zusammen mit der Deutschen Bank an Steuergeldern und Solibeiträgen in Leipzig verschoben haben.

      1PS schrieb:

      Das, und nur das ist, was mich an der "Planlosen Wiedervereinigung" stört.
      Naja, wir werden es wohl nicht mehr erleben, wenn die Mauer auch endlich in den Köpfen verschwunden ist - bei vielen Ostdeutschen Nachkommen ab Ende der 80er jahre ist es zwar heute schon so weit, dass die mit dem Namen Honecker nicts anfangen können und die Teilung als solches auch überhaupt nicht auf dem Schirm haben, aber das steht auf nem anderen Papier.

      1PS schrieb:

      Interessant ist vielleicht auch noch zu wissen, das per Gesetz diese "Umlage"
      allein dem Bund zusteht UND von diesem NICHT zweckgebunden verwendet
      werden darf.
      Genau - bereits den Golfkrieg Anfang der 90er jahre hat die Bundesrepublick aus dem Solitopf mitfinanziert - super

      1PS schrieb:

      Ein verdammt teuerer, bitterer Nachgeschmack für all diejenigen die ihn auch
      weiterhin abführen müssen.
      Ich brauche ihn zwar nicht mehr abführen (außer meine Freistellungsaufträfge bei den Banken sind nicht ausreichend und dann muss ich mit der Kirchensteuer auf die Zinsen auch n Solibeitrag leisten - aber ich kann verstehen, dass man angesichts der Tatsache, dass soviel Geld verbrannt worden ist, die Wut derjenigen verstehen, die immer noch - mindestens aber bis 2019 noch den Solibeitrag abgezogen bekommen.

      1PS schrieb:

      Ich sehe jedenfalls eine massive Betrugsmasche, derer sich der Staat
      bedient aus dem Ereignis "Mauerfall". Das dürfte auch der Grund sein,
      warum in so vielen Köpfen die Mauer immer noch steht und bei ebenso
      vielen gar der Wunsch besteht, die Mauer wieder zu errichten; nur noch
      halt ein paar Meter höher.
      Ich traue mich gar nicht zu sagen, dass ich phasenweise auch so gedacht habe und in bestimmten Situationen auch heute noch so denke - das geht aber nicht gegen die normalen Bürger - alleine die Entwicklung kurz nach der Grenzöffnung in Sachen Vandalismus durch durchgeknallte Jugendliche, denen von jetzt auf gleich die umsorgte Perspektive für den Alltag fehlte, die rasend schnelle Verbreitung der Neonazis, und bis heute ist die Politik nicht in der Lage, dem abzuhelfen - wollen die nicht oder lönnen die nicht, dann die unverhältnismäßig hohen Betrugsfälle in den Verwaltungen einschließlich der schnellen Entwicklung der mißverstandenen Markwirtschaft - eines muss man allerdings gewissen leuten sagen: den Kapitalismus mit all seinen widerwärtigen Auswüchsen auf Kosten der Volkswirtschaft haben die sehr schnell verstanden - ich könnte jetzt noch so weiter vom leder ziehen, aber ich denke, das reicht erst mal - bevor ich n Herinfarkt bekomme.[

      1PS schrieb:

      Auch ein Grund, warum nach meiner Meinung die Politiker in der ganzen
      Causa "Wiedervereinigung" versagt haben.

      Solange die sich die Taschen vollstopfen können (Diätenerhöhung in Höhe von HartzIV-Sätzen zweimal im Jahr und mehr ist doch viel wichtiger als sich um das Volk zu kümmern. Wir sind das Volk aber doch nicht die Politker -
      Spoiler anzeigen
      das ist die neue Herrenrasse in Gesamtdeutschland
      Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren (Benjamin Franklin)
    • Ja, 25 Jahre Mauerfall !

      Ich bin erstaunt mit welchen Recht sich Leute aus den " Alten Bundesländer " zum Mauer Fall äußern !

      *edit* meinung sagen --ja, persönliche Beleidigungen--nein. mfG Christel

      Die DDR - Bürger Klauen ! Klasse ! Passt auf vor Menschen mit den extremsten und tiefschwarzen sächsischen Dialekt, die klauen Euch den Einkaufswagen weg !

      Geht es noch ?

      Heute ist der Tag des Falles der Mauer !

      Ich bin erschüttert und richtig Sauer !

      Ein Sachse mit extremsten und tiefschwarzen sächsischen Dialekt bin ich nicht, ich bin Magdeburger und bin Stolz ein Ossy zu sein !

      Ingolf
      Lebe Dein Leben und Jetzt ! Wir werden nicht Jünger !

      So und Heute lebe mein Leben und bin Glücklich damit !
    • Ingolf schrieb:

      Ich bin erstaunt mit welchen Recht sich Leute aus den " Alten Bundesländer " zum Mauer Fall äußern !
      So lieber Ingolf - nun mal alles schön der Reihe nach: Glaubst Du wirklich, dass nur Bürger aus der ehemaligen DDR das Recht auf Meinung zum Mauerfall haben? Jahrzehntelang hat auch der sog. Wessi für den sog. Ossi irgendwie gearbeitet, getrauert, gelitten oder wurde anders mit der Ostdeutschen Geschichte konfrontiert - jetzt komm mir bitte nicht so dahergehoppelt.

      editiertes Zitat von Ingolf gelöscht mfG Christel

      Ingolf schrieb:

      Die DDR - Bürger Klauen ! Klasse ! Passt auf vor Menschen mit den extremsten und tiefschwarzen sächsischen Dialekt, die klauen Euch den Einkaufswagen weg !
      Vielleicht hattest Du keine Zeit (oder Lust) meinen Beitrag dazu zuende zu lesen -

      1. wenn ich als sog., Wessi mit sächsischem Dialekt nie etwas zu tun hatte und dann von jetzt auf gleich nur so den Dialekt um die Ohren bekomme, dann werde ich wohl das Recht haben, meine Empfindungen hierzu aufzuschreiben und darzustellen.

      2. Es stand nirgendwo, dass "Die DDR-Bürger" Klauen bzw. Einkaufswagen stehlen usw. usw. Es war ein Erlebnis, welches ich höchstpersönlich in genau der geschilderten Weise erst- und einmalig erfahren habe und wenn dann auch noch in der Tageszeitung auf erhöhte Wachsamkeit hingewiesen wird, dann ist es offensichtlich genau in der Zeit in erheblichem Maße zu diesen Vorfällen gekommen.

      3. Ich habe ausdrücklich und unterstrichen daruf hingewiesen, dass dies Vorgehensweise nicht ausschließlich von DDR-Bürgern durchgezogen wurde sondern eben auch von sog. Wessis - also nun halte mal schön den Ball flach und lies erst zuende bevor Du dich persönlich angegriffen fühlst und hier den Lauten makieren möchtest.

      Bei allem was recht ist, aber Beiträge, die allgemein gehalten werden, Niemanden persönlich angreifen und einfach nur Selbsterlebtes wiedergeben, brauchen keine Kommentare, die genau das in die falsche Richtung bringen.

      Ingolf schrieb:

      Geht es noch ?
      Nein es geht nicht mehr, Du hast offensichtlich den Eingangspost überhaupt nicht verstanden, fühlst Dich beleidigt, obwohl Du überhaupt nicht angesprochen bist - nicht persönlich und auch nicht indirekt.

      Ingolf schrieb:

      Heute ist der Tag des Falles der Mauer !
      Nein, heute ist der 25. Jahrestag des Falles der Mauer - heute gedenken wir diesem Ereignis, jeder mit seinen eigenen Erfahrungen und plustert hier nicht rum

      Ingolf schrieb:

      Ich bin erschüttert und richtig Sauer !
      Das solltest Du auch sein - vor allem auf Dich selber. Ich kann gar nicht in Worte fassen, welch unglaublichen Blödsinn Du Dir da zurecht gestutzt hast und darüber bin ich auch sehr sehr sauer und zutiefst erschüttert.

      Ingolf schrieb:

      Ein Sachse mit extremsten und tiefschwarzen sächsischen Dialekt bin ich nicht, ich bin Magdeburger und bin Stolz ein Ossy zu sein !
      Schön für Dich, dass Du stolz darauf bist, ein Magdeburger zu sein mit ohne extremsten und tiefschwarzen sächsischen Dialekt, ich bewundere Jeden, der Stolz auf seine Heimat und seine Herkunft ist und dies auch ohne Probleme vertreten kann - öffentlich oder im privaten Umfeld.

      Ich verabscheue allerding Leute, die sich anmaßen, eine erlebte Darstellung in verstehbaren Worten eines Anderen derartig persönlich zu nehmen, dass sofort wieder ne Hasslatte geschoben werden muss um seinem "Stolz" Ausdruck zu verleihen.

      Verschone mich bitte mit weiteren solch inkompetenten Aussagen und lies erstmal, was steht, dann versuchste das mal zu ordnen und dann kannste Dich vielleicht zu dem beschriebenen Artikel äußern.


      Ick gloob es hackt
      Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren (Benjamin Franklin)
    • Ines schrieb:



      Hätte er Tacheles gesprochen, dann wären wahrscheinlich im Westen auch Demos angesagt …… womöglich mit dem Slogan „Wir wollen keine Einheit“.

      Liebe Ines,

      um Server-Platz zu sparen halte ich jetzt nur Deinen 1. Satz aus Deinem Statement hier fest und muss sagen:

      Ich hätte dem zwar noch so einiges hinzuzufügen, aber das würde zu ausschweifend werden und deshalb

      Toller Kommentar von dir - echt - Danke.
      Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren (Benjamin Franklin)
    • Gedanken an den Mauerfall.

      Ich habe es damals erst gar nicht richtig wahrgenommen da Ich zu der Zeit Im Jugendwerkhof Neu- Stieten war und fernseh schauen Luxus war, aber die Nachrichten schauen war jeden Tag Pflicht wie danach das Gruppengespräch auch.

      Wir mussten alle immer unsere Meinung zu bestimmten Ereignissen preisgeben, ich hasste es genauso wie das Fach Stadtbürgerkunde....

      Als wir es dann doch mitbekamen war die Freude groß und dachte nun kann ich nach Hause, aber nein ich musste echt noch zum 20.12.1989 bleiben :(.

      Ich finde es sind schon sehr viele schlimme Dinge passiert und ich bin froh heute in einem gemeinsamen Deutschland zu Leben. Immer mehr Abgründe des Unrechtsstaates kommen hervor was mich immer wieder sehr traurig macht....

      Aber ich denke egal ob Ost oder West beide hatten sein Böses Kapitel und daher sollten wir endlich aufhören uns gegenseitig Vorwürfe zu machen....
    • Also Kinders - alles ist gut - die Mauer ist schon so lange weg und ich bin richtig froh, dass es sie nicht mehr gibt!!!!

      Auch ich saß vor dem Fernseher und wäre beinahe vom Hocker gefallen, als die Nachricht kam, dass die Mauer gefallen war. Damals arbeitete ich noch bei einer Tageszeitung und hab all die Menschen rüberkommen sehen, die Tränen liefen und wir sind uns in die Arme gefallen.

      Nie wieder Mauer - wer das nicht miterlebt hat, kann sich keine Vorstellung machen, wie schlimm es für Ost und für West war.

      Heute arbeite ich mit vielen Menschen aus der ehemaligen DDR zusammen. Es gibt immer noch Ungereimtheiten, gerade wenn es um Politisches geht, aber wir verstehen uns ansonsten sehr gut. Wir werden niemals die gleiche Meinung haben und das ist gut so. Wär ja sonst langweilig, oder?
    • earny schrieb:

      Frau Mekrel allerdings hat erst vor wenigen Tagen behauptet, das es ja jetzt auch die vor 25 jahren versprochenen blühenden Landschaften gibt - ich weiß ja nicht was die zu sich genommen hat - ich möchte aber auch nix davon abhaben.

      Ja die versprochenen blühenden Landschaften gibt es wirklich. Wo einst Firmen standen, Neubaublöcke standen.... wächst heute alles was dort bedingt durch Blütenstaub und Windzerstäubung wachsen kann. Ein Ökogartengefilde blumenstrauss oder wie man das nennen mag.
      Anders kann man Kohls Versprechen nicht verstehen.

      Was die Kriminalität nach der Wende angeht, so denke ich, dass die beidseitig vorhanden war. Gerade in der ehemaligen DDR kam die Polizei mit ihren Toniwagen ala Shiguli gar nicht hinter den Westfahrzeugen hinterher. Die Absicherung der Banken war auch noch nicht so perfekt wie heute. Da hatten Bankräuber leichtes Spiel. Nun ist das zwar weniger zum Lachen, aber amüsiert hat mich das doch, wenn es mal wieder hiess: Banküberfall .... Polizei wurde abgehängt.

      Jeder hat eben versucht für sich sein geschäft zu machen. Die DDR-ler hatten Konsum- und Aufholbedarf ...... der Westen wusste die DDR-ler haben ihr Geld über Jahre hinweg gespart (oft auch nur weil es eben nichts zu kaufen gab oder auf das Auto Jahre hin gespart werden musste). Der Wessi hat für sich das Geschäft gewittert, natürlich mit Gewinnmargen, an die ein DDR-ler nicht dachte, weil dieses Handeln/Feilschen und Gewinnerzielung noch fremd war.

      Ich habe in Berlin Menschen auf der Bank getroffen die anstanden wegen der 100 DM Begrüssungsgeld. Ich habe aber auch gewechselt ..... DM in Ostmark ..... 1:10, denn das die Währungsunion kommt, war absehbar. Also hatte ich 200 DM getauscht in 2.000 Ostmark. Die zur Bank gebracht und somit ein wenig meine Finanzen aufgebessert. Getauscht haben auch Wessis (ich nenn sie jetzt mal so - ist aber keinesfalls böse gemeint) und sich dann im Osten günstig mit Fleisch, Zigaretten, Arznei eingedeckt und billig in Restaurants gegessen.
      Ich denke in den Anfängen hat wohl jeder für sich versucht so viel wie möglich rauszuholen, was eben für den Otto-Normalverbraucher so ging und bekannt war.
      Verdenken kann man das doch niemanden.

      Natürlich sind auch viele mit ihren Schrottkisten gen Osten und haben dort so richtig abgefeiert. Auch ganze LKW standen auf dem Boulevard um TV und Musikanlagen, natürlich mit horrenden Gewinnspannen, zu verkaufen.
      Aber auch das kann man nicht verdenken. Wer jahrelang im Kapitalismus lebt, mit Handeln und Gewinnen konfrontiert ist - wird dies auch tun. Fehler oder besser gesagt Irrglaube der DDR-ler war eben, dass viele zu der Zeit noch gedanklich im Jahr 1961 hingen und dachten "Wir sind doch Brüder und Schwestern, die werdens doch gut mit uns meinen". Hier war der Wessi eben bedingt durch sein Leben im Kapitalismus schon "weiter".

      Über manche Aktionen von damals kann man sich vielleicht ärgern, sich vielleicht auch aufregen, aber man darf auch nicht vergessen, dass man selbst womöglich auch etwas blauäugig war. Wenn Länder und Menschen 40 Jahre getrennt sind, dann sind da keine Verbindungen mehr, zumindest keine emotionalen, anhand derer man dann sich schwesterlich zeigen würde.
      Man darf ja auch nicht vergessen, dass viele schon gar nicht mehr daran glaubten, dass jemals die Mauer einreissen oder gar fallen würde. Das Ereignis hatte ja beide Seiten eher überrascht und überrannt. Das macht auch etwas kopflos - womöglich auf beiden Seiten.

      LG Ines
      :D Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant :D
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