Die Protokolle der Weisen von Zion

    • Die Protokolle der Weisen von Zion

      Vor einigen Wochen gab's mehrere Folgen von Dokumentationen über Verschwörungen in der jüngeren Vergangenheit.

      U. A. war dort auch die Rede von Freimaurer-Logen und deren Geheimnisse. Ansatzweise wurde auch das „Protokoll der Weisen des Zion „erwähnt, von dem ich so noch nie gehört hatte und deshalb interssant fand.

      Im Netz habe ich dazu erstaunliche Beiträge gefunden, die mich allesamt nicht mehr loslassen:

      Es geht um Antisemitismus. 1903 wurde erstmalig ein 24 Kapitel-starkes Pamphlet veröffentlicht, bereits vorher in diversen kleinen Schritten – also hier mal ein Kapitel, und dort mal eins an Kiosken verkauft, was aber nicht so wirklich beachtet wurde.

      Die Komplettveröfffentlichung schaffte eine massive Verwirrung und von Anfang an wurde gerätselt, ob diese Protokolle echt seien oder nicht, welchen Ursprung und Verfasser sie hatten.

      In einem aufsehend erregenden Prozess wurde von 1933-1935 in Bern letztendlich darüber geurteilt, dass die Protokolle gefährliche Fälschungen sind – der Nachweis, wer der Urheber dieser Pamphlete war, konnte nicht herausgefunden werden, die Juden auf übelste Art einer Weltverschwörung verdächtigten, die es aber nicht gab.

      Es wird in diesem Zusammenhang ziemlich oft behauptet, dass sich A. H. in „Mein Kampf“ an den Protokollen orientiert haben soll und somit der II. WK mehr oder weniger aus diesen entstanden sei.

      Bevor ich nun aber die kritische Edition „Mein Kampf“ (herausgegeben Anfang diesen Jahres) lese, möchte ich mich mit den o. g. Protokollen befassen, weil ich mich schon sehr lange mit der Frage beschäftige, wieso die Juden weltweit einen derartigen Ruf haben, wo er herkommt und wie es kommt, das Israel sich heute (aus meiner Sicht) den Palästinensern fast genaus greulich verhält wie seinerzeit A. H.


      Warum tue ich das gerade jetzt?


      Weil derzeit wieder starke antisemitische Tendenzen – auch in Deutschland – zu erkennen sind und die Frage, wie sie seinerzeit so massiv und ungehindert auftreten konnten, möglicherweise eine frühzeitige Gefährdung erkennbar für heute sein könnten.



      Darüberhinaus macht es mir große Angst, zumal ja auch innerhalb der christlichen Kirchen keine Einigkeit herrscht und darüberhinaus die Entstehung der beiden Richtungen vor knapp 500 Jahren durch Martin Luther (1517 - die 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg) auch nicht ohne Hetze, Verschwörungen, Blutvergießen und Kriege vonstatten ging.



      Dazu lese ich derzeit gleichzeitig (auch vergleichend) folgende Bücher:

      Alfred Rosenberg: Die Protokolle der Weisen von Zion und die jüdische Weltpolitik. Erschienen 1923 in EA

      A. Rosenberg war zur Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus Politiker und führender Ideologe der NSDAP. Als Student war er 1917 Zeuge der Revolution in Moskau.

      Mehr hier

      sein Buch ist praktisch ein Pendant zu A. H. „Mein Kampf“ (meine pers. Einschätzung)


      Hadassa Ben-Itto: „Die Protokolle der Weisen von Zion. Anatomie einer Fälschung“ von 1998 in EA

      H. Ben-Itto ist eine in Polen geborene Jüdin, die in USA und GB Rechtswissenschaften studierte und nach Israel auswanderte.

      Mehr hier:

      In ihrem Buch geht’s darum, wie sie zu den Protokollen und demzufolge auch zum Berner Prozess kam. Und wie sie versucht, die Protokolle als Fälschung zu deklarieren

      Berner Prozess: mehr hier.


      Wolfgang Benz: Die Protokolle der Weisen von Zion - Die Legende von der jüdischen Weltverschwörung EA 2007



      Wolfgang Benz ist ein deutscher Historiker der Zeitgeschichte und international anerkannter Vertreter der Vorurteilsforschung, der Antisemitismusforschung und der NS-Forschung.

      Vor mehr als 100 Jahren behauptete der zaristische Geheimdienst, an die Mitschriften des zionistischen Weltkongresses von 1897 gekommen zu sein. In 24 Protokollen hätten die Juden dort Pläne zur Übernahme der Weltherrschaft skizziert. Dass es sich dabei um ein Konstrukt des Antisemitismus handelt, ist schon oft wissenschaftlich bestätigt worden. Warum jedoch dieses Pamphlet mehr denn je ein zentrales Referenzdokument des Antisemitismus darstellt, ist schwieriger zu beantworten. Der Autor geht der Frage nach, welche Bedürfnisse nach Welterklärung die "Protokolle" erfüllen, wie Legendenbildung funktioniert und welchen "Sinn" Mythen stiften.


      Stephen E Bronner : Ein Gerücht über die Juden: die "Protokolle der Weisen von Zion" und der alltägliche Antisemitismus EA 1999


      Stephen Eric Bronner ist ein politischer Philosoph und Professor der Politikwissenschaft, der Literaturwissenschaft sowie der Germanistik an der Rutgers University in New Brunswick in New Jersey, USA

      In diesem Buch befasst sich der Autor u. A. auch mit dem Berner Prozess, aber wie es der Titel bereits sagt: mit dem alltäglichen Antisemitismus, mit den Gerüchten über Juden im Allgemeinen und eben auch mit den Protokollen und deren Inhalten bzw. Ursprung und Wahrheit.
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