Volksstimme 30.05.2017

    • Volksstimme 30.05.2017

      Neuer Artikel über Jugendwerkhof Burg zum Treffen am 03.06.2017






      Mangiras / Volksstimme schrieb:

      JUGENDWERKHOF




      Stemmen gegen das

      Vergessen



      30.05.2017


      11. Ehemaligen-Treffen im früheren Jugendwerkhof Burg auf Gut Lüben





      Burg: Ein Brief vom 1. Dezember 1970 belegt beispielhaft: Die Insassen des Jugendwerkhofes „August Bebel“ in Burg waren für die Planerfüllung in hiesigen Betrieben wichtig. Sie wurden fest eingeplant. Dabei sollten sie doch eine Ausbildung erhalten.

      Worum ging es in dem Schreiben? Der Jugendwerkhof sollte um 40 Mädchen-plätze erweitert werden. Grund: Das Knäckewerk Burg hatte „dringend die Arbeitsplätze benötigt, um den Export-plan zu erfüllen …“ Der Betrieb forderte dringend Klarheit. Die Abteilung Volks-bildung, Referat Jugendhilfe beim Rat des Bezirkes Magdeburg informierte das zuständige Ressort im DDR-Volksbild-ungsministerium, welche Lösungswege beschritten werden könnten. Unter anderem war der Bau eines Jugend-wohnheims für Mädchen erwogen worden.

      1949 bis 1989

      Der Jugendwerkhof Burg „August Bebel“ war der größte seiner Art in der DDR. Hier waren ständig knapp 300 Jugend-liche untergebracht und erlebten oft schlimme Zeiten. Er existierte von 1949 bis 1989. Auf Teilen des Geländes sind heute das Corneliuswerk und die evangelische Grundschule untergebracht. 1989 gab es in der DDR 31 Jugendwerkhöfe mit 3336 Plätzen, von denen 2607 belegt waren.

      Am 3. Juni ist es wieder soweit. Auf Gut Lüben treffen sich wieder ehemalige Insassen des Jugendwerkhofes in Burg. Ab 10 Uhr wird es Gespräche geben, Gedankenaustausch und einen Rundgang über das Gelände des Jugendwerkhofes. Organisiert hat es zum dritten Mal der Leipziger Volkmar Jenig. Es ist das insgesamt elfte Treffen dieser Art. Die Treffen werden unterstützt und begleitet vom Corneliuswerk. Federführend dabei ist Frank Garnich, der pädagogische Leiter im Bereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

      Die Ehemaligen wollen mit den Treffen „ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen das Vergessen“, sagt Jenig. „Auf der Suche nach Antworten, Antworten auf das Warum.“

      Jugendliche als Wirtschaftsfaktor.....
      Volkmar
    • Danke Volkmar, dass du uns immer wieder mit nicht bekannten Details (für die Westler) bedenkst.

      Das schein ähnlich dem Freistatt-Gefüge abgelaufen zu sein: junges "Arbeitsfutter" für die Produktion, an denen sich (zumindest im Westen) dumm und dusselig verdient haben.

      Wie die "Abgeltung" der Verantwortlichen im Knäckewerk entlohnt wurden, ist vermutlich mal nicht so bekannt.
      Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren (Benjamin Franklin)
    • In Burg waren ja auch die Burger Bekleidungswerke wo die Mädchen gearbeitet haben
      Damals wusste ich nicht das ich auch noch im Knast für diesen Betrieb dann schuften konnte und das mehr als 10 Jahre auch hier für einen sehr geringen Lohn.
      Atomschutzkutten durften wir nähen und Jeans für einen Hamburger Modegeschäft. Ist schon einen Sauerei. Genährt im Osten, da wo der ABV die zerschnitten hat wenn jemand damit auf der Straße rumgelaufen ist, für den Westen.

      Volkmar

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      Volkmar
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